Ferkel Kastration
Seit 6 Tagen verboten: das betäubungslose Kastrieren von Ferkeln ...
by Elisabeth Richter TR Austria-
... doch tierschonende Alternativen werden kaum angewendet.
Endlich! Eine jahrzehntelange Tierquälerei die Ferkelkastration ohne
Betäubung ist per 1.1.2010 abgeschafft worden, freut sich KAGfreiland, die
schweizerische Nutztierschutz-Organisation. Ein rund 15-jähriger Kampf gegen
die qualvolle Kastration von jährlich 1,3 Millionen Ferkeln ging damit zu
Ende. Allerdings wird es auch in Zukunft noch tonnenweise Fleisch von
betäubungslos kastrierten Schweinen auf Schweizer Tellern geben in Form
von importiertem Schweine-Frischfleisch und von ausländischem Schinken,
Salami und Mortadella.
So erfreulich das Verbot ist, so enttäuschend sind die angewandten
Alternativen. Die beiden tierschonendsten Alternativen Ebermast und
Impfung werden höchst selten praktiziert. Mehr als die Hälfte der
Schweinezuchtbetriebe kastriert mittels der nicht unproblematischen
Gasnarkose, der Rest wendet die noch kritischere Injektionsnarkose an.
Am tierfreundlichsten ist der Verzicht auf die Kastration. Die männlichen
Ferkel, die Eber, bleiben unversehrt. KAGfreiland beweist, dass die Ebermast
funktioniert. Aus Eberfleisch können hervorragende Rohess-Produkte
hergestellt werden. In England, Irland, Portugal, Spanien, aber auch in
Deutschland und Holland wird Eber-Frischfleisch verkauft. Warum nicht auch
in der Schweiz?
ganze Pressemitteilung
http://www.kagfreiland.ch/