Hundefleisch in der Schweiz
Mit Hundefleisch gehandelt
Markus und Guido Schmidig bestreiten, Tiere geschächtet zu haben.
Scheinkäufe getätigt
Wie Zellweger gegenüber dem «Boten» ausführte, habe sie damals Anfragen für Hundefleisch-Scheinkäufe getätigt, um die grausigen Machenschaften einiger Schweizer Hinterhofmetzger aufzudecken. In diesem Zusammenhang sei die Crew auch auf den Pachthof der Familie Schmidig in der Binzenmatt (heute Buosingen) bei Lauerz gereist. «Der Hof, auf welchem damals auch Guido und Markus Schmidig wohnten, war in einem schrecklichen Zustand», erinnert sich Zellweger und fügte an, dass vor dem Gebäude viele Hunde zwischen Dreck und Müll an viel zu kurzen Ketten angebunden waren. Vater Josef Schmidig hatte den Scheinkäufern Hundefleisch für 20 Franken pro Kilogramm versprochen. Am Tag des Besuchs hatte er aber keines an Lager, weshalb die Crew an einen Hof im Nachbardorf verwiesen worden sei, führte Zellweger weiter aus. Hier sei man dann leider fündig geworden. «Ich werde diesen Hund niemals vergessen. Den Hund, dessen Eingeweide am Nachmittag bereits in einer Schüssel lagen», erklärte Zellweger noch immer entsetzt.
Hoffen auf ein Durchgreifen
Heute, 16 Jahre später, zeigt sich die Tierschützerin empört darüber, dass die Behörden den Mitgliedern der Familie Schmidig noch immer kein Tierhalteverbot ausgesprochen haben. «Ich frage mich, was unser Tierschutzgesetz nützt, wenn nicht einmal solche Leute gerecht für ihre Vergehen bestraft werden», so Zellweger empört.
Die Sache sei einfach unter den Teppich gekehrt worden. Nicht einmal gegen die tierunwürdigen Haltungsbedingungen hätten die Behörden etwas unternommen. Und wenn sie heute über den vom «Boten» aufgedeckten Schächt-Skandal in Sattel lesen müsse, komme ihr die ganze Geschichte von anno dazumal wieder hoch. Jetzt hofft Tierschützerin Edith Zellweger, dass nun endlich durchgegriffen werde. Die Verantwortlichen der zuständigen Behörden waren über die Festtage nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Quelle: derbote
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