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"Kronen Zeitung" vom 06.01.2010 Seite: 14 Ressort: lokal Wi, Abend, Bgld, Wi, N.Ö., Vbg, Wi, Morgen Osteuropäische Betrüger verkaufen kranke Hunde mit gefälschten Impfpässen:
Üble Geschäfte der Tier-Mafia!
Mit einem "Mini-Malteser" wollte ein Wiener seine Familie zu Weihnachten überraschen. Via Internetinserat nahm er Kontakt mit einer Frau im 2. Bezirk auf. Diese verkaufte ihm den Hund um 400 Euro. Eltern und Kinder waren glücklich. Doch leider nur wenige Tage. Denn der süße Vierbeiner hatte Staupe und verstarb.

Entzückende Malteserwelpen wie diese werden mit gefälschten Impfpässen günstig angeboten.

Auf den ersten Blick schien für den Familienvater alles in Ordnung zu sein. Denn der Welpe hatte einen Mikrochip und einen EU-Pass aus der Slowakei. Doch plötzlich wurde der sechs Wochen alte Malteser krank. Man brachte ihn zum Tierarzt. Der Vierbeiner hatte Lungenentzündung und bog seinen Kopf krankhaft nach hinten. Die Diagnose war rasch gestellt: Staupe im Endstadium. Der arme Hund verstarb noch am Heiligen Abend. "Bei der Untersuchung und dem Vergleich mit dem Impfpass stellte ich bald fest: Die eingetragenen Impfungen können überhaupt nicht stattgefunden haben. Bei einer so schweren Krankheit ist anzunehmen, dass auch die Mutter keinen Impfschutz hatte, den hätte sie für die ersten Wochen dem Welpen übertragen", erklärt der behandelnde Tierarzt Martin Gasperl. Außerdem fand die letzte "Vorsorge" in Österreich statt, allerdings mit einem Stempel eines Wiener Dozenten. Dieser ist zwar Mitarbeiter der Veterinärmedizinischen Universität, hat aber keine Berechtigung. Nun sind die Behörden am Zug. Immer wieder werden von der Tiermafia kranke Welpen zum Verkauf angeboten, weit billiger als bei seriösen Züchtern.

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