So long Menkong

Hier verlässt Mekong nach 25 Jahren den Zoo : Mach’s gut, Dickerchen!

Voi Nam und Mekong

Hier verlässt Mekong nach 25 Jahren den Zoo Mach’s gut, Dickerchen!

28.11.2009 - 00:06 UHR
Von J. RICHARD

Ach Mekong, Du wirst uns fehlen! Deinen fünf Elefantendamen allerdings eher nicht. Denn fortgesetzte Lustlosigkeit kostete Dich am Ende nach 25 Jahren Deine Aufenthaltserlaubnis in Leipzig.

Elefantenbaby Mekong in Leipzig

Mekong als Baby


 

Gestern, 10.30 Uhr, im Zoo: ein halboffener Container, ein Kran, ein Stück grauer Elefantenrücken. So sieht es aus, wenn ein fünf Tonnen schwerer Sex-Muffel abgeschoben wird. Der Elefantenbulle nahm es hin, ohne mit dem Rüssel zu zucken...

Jetzt ist er in Prag und dort erwarten ihn paradiesische Zustände, frei von jedem Leistungsdruck: mit zwei älteren Elefantendamen kann der ausrangierte Publikumsliebling den Pantoffelhelden geben.

Pfleger Michael Tempelhoff (41) begleitet Mekong auf seinem Weg ins Sex-Exil, bleibt zur Eingewöhnung noch ein paar Tage bei ihm: „Er verkraftet den Umzug problemlos, ist gut drauf. Klar wird er mir fehlen, aber er hat nun mal den Nachwuchs einfach nicht gebracht.“ Klare Worte. Nur ein Dickhäuter-Baby in all den Jahren, das war zu wenig.

Allerdings scheint Voi Nam (7) jetzt urplötzlich doch noch ein Geschwisterchen zu kriegen: Elefantenkuh Trinh (27) soll wieder schwanger sein. Doch der Körpereinsatz kam für Mekong zu spät...

Schade, denn er galt als bildschön! Mit gut 3,05 Meter hervorragend gewachsen, die einen Meter langen Stoßzähne schneeweiß. Nur untenrum war eben nicht viel los. In seiner Jugend hatte er nur Augen für Elefanten-Omi Rhani († 55) und zuletzt wurde sogar Impotenz vermutet.

Die kann man seinem Nachfolger Naing Thein (29), der für ihn aus Prag kam, nicht vorwerfen. Tempelhoff: „Der ist 15-facher Vater.“ Im Dickhäuterhaus dürften bald die Wände wackeln, wenn der etwas kleinwüchsige, aber umso fidelere Freudenspender kräftig seinen Rüssel schwingt.


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