Seitentitel
www.orf.at
Kollision bei Walfangprotest: Schnellboot gekentert
Bei einer Protestaktion von Tierschützern gegen japanische Walfänger ist es
in der Antarktis auf hoher See zu einer gefährlichen Kollision gekommen. Ein
Hightech-Schnellboot der Walfanggegner wurde schwer beschädigt, wie die
Organisation Sea Shepherd berichtete.
Die sechsköpfige Crew der "Ady Gil" konnte demnach auf einem zweiten Schiff
der Tierschützer in Sicherheit gebracht werden. Darunter waren Neuseeländer,
ein Australier und ein Niederländer.
Gegenseitige Schuldzuweisungen
Sea Shepherd sprach von einer "unprovozierten Attacke" rund 2.500 Kilometer
südlich der australischen Insel Tasmanien. Nach Darstellung der Aktivisten
lagen beide Schiffe ohne Fahrt zu machen voreinander, als das japanische
Begleitschiff "Shonan Maru 2" plötzlich vorpreschte.
Die "Ady Gil" - ein windschnittiger Trimaran, der 2008 den Weltrekord für
die schnellste Weltumrundung einfuhr - habe keine Chance gehabt
auszuweichen. Der Bug sei abgerissen. "Die Chancen für eine Bergung stehen
äußerst schlecht", teilte die Organisation mit. Nach Angaben des japanischen
Walforschungsinstituts fuhr die "Ady Gil" dagegen absichtlich vor das
Begleitschiff. Die Crew habe noch versucht, das Boot mit Wasserwerfern
fernzuhalten.